Rathaus Seligenstadt „behindertenunfreundlich“ ! Freie Wähler fordern vernünftige Beschilderung an der Verwaltungsstelle

Mit einem Antrag vom 21.07.2011 wollten die Freien Wähler Seligenstadt erreichen, dass am Rathaus in Seligenstadt und an der Verwaltungsstelle in Froschhausen  eine Beschilderung mit dem Behinderten-Logo (Rollstuhlfahrer) und  eine Funkklingel installiert wird, um damit den besonderen Bedürfnissen von Gehbehinderten und Bürgern mit Kinderwagen Rechnung zu tragen. Während der Beratungen dieses Antrages in den Fachausschüssen verkündete die 1.Stadträtin Claudia Bicherl stolz, dass die Funkklingeln inzwischen schon angebracht seien. Daraufhin zogen die Freien Wähler diesen Antrag als erledigt zurück.

Wie der FWS-Fraktionsvorsitzende Jürgen Kraft gegenüber der Presse deutlich machte, ging man natürlich davon aus, dass zu den Klingeln zeitnah auch die entsprechenden Schilder folgen. Leider hat sich aber bisher nach über einem Jahr nichts in dieser Richtung getan. Wie er weiter ausführt, zeigen kreative andere Städte und Gemeinden Möglichkeiten, den benachteiligten behinderten Menschen oder Bürgern mit Kinderwagen das Leben zu erleichtern. Wo ein barrierefreier Zugang nicht möglich war, haben diese für Menschen mit Behinderungen oder mit Kinderwagen gut erkennbare Klingeln und Schilder mit dem Hinweis angebracht, wie beispielsweise „Bitte klingeln, wir kommen Ihnen entgegen“. Selbst in Seligenstadt, gibt es positive Beispiele, wie auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen oder mit Kinderwagen Rücksicht genommen werde kann. Nur wenige Meter gegenüber dem Rathaus, hat eine Apotheke neben einer historischen Treppe eine Klingel mit einem gut sichtbaren Behinderten-Logo (Rollstuhlfahrer) angebracht. auch Besuchern der Filiale der Deutschen Post AG in der Bahnhofstraße können durch eine installierte Rufeinrichtung an einem Schild mit dem Behinderten-Logo auf sich aufmerksam machen, ohne Treppen erklimmen zu müssen.


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